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In jedem Jahr wiederholen sich Fälle, in denen Personen
ins Eis einbrechen und sich nicht selbst befreien können,
weil das Eis nicht trägt und an der Einbruchstelle ständig
weiter abbricht.
Für den Helfer kommt es nun darauf an, sein Gewicht
auf eine möglichst große Eisfläche zu verteilen,
um nicht selbst einzubrechen.
Die anrückenden Rettungskräfte haben es dabei leichter,
denn zwei Steckleiterteile aufs Eis gelegt und das Gewicht
kann sich gut verteilen. Allerdings benötigen auch die
schnellsten Rettungsmannschaften einige Zeit
bis sie vor Ort sein können. Bis dahin kann es für
den Verunglückten zu spät sein, da er durch starke
Unterkühlung schnell das Bewusstsein verliert.
Deshalb sollte derjenige, welcher den Verunglückten
entdeckt, selbst einen Rettungsversuch unternehmen.
Ist eine weitere Person anwesend, alarmiert sie die Rettungskräfte
(Notrufnummer 115 oder 118) und hilft dann
bei der Rettung. (Ist der Alarmierungsweg zu lang dann ist
die sofortige Hilfe bei der Rettung eher von Erfolg gekrönt)
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Das Prinzip der Rettung
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1. Geeignetes Rettungsmittel besorgen
Zum Beispiel Leiter, altes Zaunfeld, Tür, größere
Bohle, lange Stange, Ast oder ähnliches (selbst
ein umgedrehter Tisch erfüllt hier seinen Zweck)
2. Ist kein entsprechendes Rettungsmittel vorhanden,
gilt der Grundsatz:
- Reiche dem Verunglückten niemals die Hand,
du könntest ins Wasser gezogen werden!
- Verwende dann Jacke, Pullover, Hemd oder ähnliches
als "Seil" das du ihm zuwirfst.
3. Der Rettungsvorgang
- Du legst dich flach aufs Eis und schiebst das
Rettungsmittel vor dir her bis an die Einbruchstelle,
dann legst du dich wiederum flach darauf, reichst dem Verunglückten
eine Stange oder ein Seil (Jacke) und ziehst ihn damit heraus.
- Sollte dir keine Leiter oder ähnliches
zur Verfügung stehen, dann lege dich flach aufs Eis
und schiebe dich langsam zur Einbruchstelle vor. Dann reiche
dem Verunglückten eine Stange oder ein Seil (Jacke)
und ziehe ihn heraus.
- Eine eventuell anwesende zweite Person
hat die Aufgabe den Helfer zu sichern.
Dies geschieht mit einem Seil das um den
Körper des Helfers geschlungen ist oder indem sich
diese Person ebenfalls flach aufs Eis legt und den Helfer
an den Füßen festhält.
4. Nach erfolgter Bergung des Verunglückten
muss dieser sofort warmgehalten werden
(Decken, Jacken usw.). Sollte er nicht mehr bei Bewusstsein
sein, sind entsprechende ERSTE-HILFE-Maßnahmen
einzuleiten! Unter allen Umständen sollte er jedoch
einem Arzt vorgestellt werden, um alle
nicht sofort sichtbaren Schäden auszuschließen.
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| Diese Hinweise sollen euch helfen im Falle des
Falles die richtige Entscheidung zu treffen und damit vielleicht
Leben zu retten. Dabei darf kein Helfer vergessen, dass
er sich dabei auch in Gefahr begibt. Also solltest
du der Meinung sein, dass das Eis dich nicht trägt oder
du fühlst dich zu schwach den Verunglückten herauszuziehen,
dann alarmiere umgehend die Rettung. |
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Baden in Gebirgsseen |
Ein Gebirgssee (dazu zählen fast alle Südtiroler Seen)
ist kein Schwimmbad, wo man unter Aufsicht
eines Bademeisters schwimmt. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Kaltern)
besteht kein regulärer Badebetrieb. Der Badende ist vollkommen
auf sich allein gestellt.
Auf keinen Fall sollten Anfänger oder unsichere Schwimmer
ein Bad im Gebirgssee nehmen, da der Boden des Sees (auch
in Ufernähe) meist nicht bekannt ist und man schnell
in Untiefen geraten kann.
Zudem wird der See durch die Sonne nur an der Oberfläche
aufgewärmt. Die Temperatur an der Oberfläche
übersteigt dabei selten die 15°C–Marke.
Bereits knapp unter der Oberfläche sind dann die Temperaturen
wesentlich niedriger.
Bei diesen äußeren Bedingungen kann dann vermehrt
Herzstillstand, Wadenkrampf
oder Unterkühlung auftreten. Bei den
ersten Anzeichen kommt dann noch die Panik
dazu und dann ist das Unglück schon passiert.
Ein Verunglückter muss innerhalb weniger Minuten
geborgen sein. Weiters müssen alle notwendigen
Maßnahmen zur Wiederbelebung (Herzmassage,
künstliche Beatmung) durchgeführt werden, denn sonst
ist die Überlebenschance gering.
Ein Vorschlag für überhitzte Wanderer und Bergsteiger:
Füße und Arme abkühlen, jedoch auf
ein Vollbad verzichten.
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Kleine Knotenkunde
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