Baden in Gebirgsseen

Ein Gebirgssee (dazu zählen fast alle Südtiroler Seen) ist kein Schwimmbad, wo man unter Aufsicht eines Bademeisters schwimmt. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Kaltern) besteht kein regulärer Badebetrieb. Der Badende ist vollkommen auf sich allein gestellt.

Auf keinen Fall sollten Anfänger oder unsichere Schwimmer ein Bad im Gebirgssee nehmen, da der Boden des Sees (auch in Ufernähe) meist nicht bekannt ist und man schnell in Untiefen geraten kann.
Zudem wird der See durch die Sonne nur an der Oberfläche aufgewärmt. Die Temperatur an der Oberfläche übersteigt dabei selten die 15°C–Marke. Bereits knapp unter der Oberfläche sind dann die Temperaturen wesentlich niedriger.

Bei diesen äußeren Bedingungen kann dann vermehrt Herzstillstand, Wadenkrampf oder Unterkühlung auftreten. Bei den ersten Anzeichen kommt dann noch die Panik dazu und dann ist das Unglück schon passiert.

Ein Verunglückter muss innerhalb weniger Minuten geborgen sein. Weiters müssen alle notwendigen Maßnahmen zur Wiederbelebung (Herzmassage, künstliche Beatmung) durchgeführt werden, denn sonst ist die Überlebenschance gering.

Ein Vorschlag für überhitzte Wanderer und Bergsteiger: Füße und Arme abkühlen, jedoch auf ein Vollbad verzichten.

 

 

 

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